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Von der Fertigstellung des 'Bremer Hafens' (1830) bis in die 1960er Jahre war diese Stadt der Ausschiffungsplatz für mehr als 7 Millionen europäische Emigranten in die Neue Welt. Die große Mehrheit davon ging in die Vereinigten Staaten von Amerika.Bremerhaven war damit nicht nur der Hafen, über den die meisten Deutschen ihre Heimat nach Übersee verließen, sondern zur Jahrhundertwende auch der bedeutendste Auswandererhafen auf dem europäischen Kontinent überhaupt. Die deutsche transatlantische Massenauswanderung war vor allem ein Phänomen des 19. Jahrhunderts. Dabei strebten ca. 90 % der Migranten in die Vereinigten Staaten. Zwischen 1820 und 1960 gingen etwa 6.7 Mio. in die nordamerikanische Republik, davon allein ca. 5 Mio. zwischen 1820 und 1900. Etliche verließen die Heimat aus religiösen andere aus politischen Motiven. Die wichtigste Ursache für diesen Massenexodus war jedoch die sich verschlechternde wirtschaftliche und soziale Lage großer Teile der deutschen Bevölkerung seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Als Folge von Industrialisierung und Modernisierung sowie der damit einhergehenden Auflösung traditioneller ländlicher und städtischer Strukturen schwoll die Bevölkerung dramatisch an. Das Erwerbsangebot hielt mit dieser Bevölkerungsexplosion jedoch nicht Schritt. Direkt zur Homepage des Deutschen Auswandererhauses |